Lieber Christian,

äußerst amüsiert vernahmen wir deinen Kommentar über uns in der letzten attac-Rundmail. Vielen Dank für die Blumen, es freut uns, dass du gerade einmal zweieinhalb Jahre brauchtest, um von unserer „Existenz“ zu erfahren. Da wir wissen, dass der Hass auf Juden eine deiner großen Leidenschaften darstellt, ersparen wir es uns an dieser Stelle von der Waffe der Kritik Gebrauch zu machen. Weil wir deinen Kommentar jedoch als Aufruf gelesen haben uns, stellvertretend für alle antideutschen Antifaschist_Innen, vom Protest gegen den Naziaufmarsch in Gießen auszuschließen, sehen wir uns leider gezwungen, einiges klarzustellen. Deshalb wird in den nächsten Tagen eine kleine Antwort folgen. Da dir „We con the World“ ja so gut gefallen hat, kannst du dir die Wartezeit ja hiermit etwas vertreiben.

Intervention gegen die „Rote Antifa“

An folgender Stelle dokumentieren wir diesen Text linker Gruppen aus NRW und unterschreiben diesen

Seit über eineinhalb Jahren etabliert sich in den antifaschistischen Strukturen in NRW eine junge Duisburger Gruppe unter dem Label „Rote Antifa“. Die Gruppe erklärt auf ihrer Internetseite, sie verstehe sich als Duisburger Vorhut einer internationalistischen, antirassistischen und antikapitalistischen Globalbewegung. Schon seit einigen Monaten ist sie zumindest teilweise an der medialen Aufarbeitung von Anti-Nazi-, Friedens- und anderen sozialpolitischen Demonstrationen beteiligt – ein umfangreiches Internetarchiv vermittelt den Eindruck einer stark organisierten und durch breite Strukturen unterstützten Arbeit. Sie sucht darüber hinaus Anschluss zu bestehenden linken Strukturen in NRW. Auch im restlichen Bundesgebiet und teilweise sogar im europäischen Ausland knüpft sie erste Kontakte. Sie tritt auf nahezu allen größeren politischen Events in NRW in Erscheinung, mobilisiert zu eigenen Antifa-Blöcken und führt schwach organisierte Demonstrationen spontan durch eine geschlossene Spitze und eigene Transparente an. Demnach ließe sich also eine Bereicherung hiesiger Strukturen vermuten. Doch seit Beginn ihrer politischen Tätigkeit ist die Gruppe regelmäßig in gewalttätige Aktionen gegen andere antifaschistische Gruppen und Einzelpersonen involviert. Zudem kam es zu Aussagen, die darauf schließen lassen, dass die „Rote Antifa“ einen anarchistischen und linkskommunistischen Minimalkonsens nicht teilt. (mehr…)

Krieg dem antisemitischen Terror – Solidarität mit Israel!

Flugblatt anlässlich der Situation im Nahen Osten

Krieg dem antisemitischen Terror – Solidarität mit Israel!
Es ist mal wieder soweit: Kein Thema dominiert die Berichterstattung der letzten Tage in den deutschen Medien so, wie die aktuelle Lage im Nahen Osten. Nach dem sechsmonatigen, zumindest formellen Waffenstillstand zwischen Israel und der islamistischen Terrororganisation Hamas, ist es durch Raketenbeschuss am 19. Dezember aus dem Gaza-Streifen auf israelisches Gebiet und den darauf folgenden israelischen Verteidigungsmaßnahmen zu einer erneuten Eskalation der Gewalt gekommen. Wieder schreit es von allen Seiten nach einer friedlichen Lösung des Konflikts. Und besonders in Deutschland, dem Land, das in der historischen Tradition des Nationalsozialismus und des Holocaust steht, zeigt mensch sich erbost darüber, dass Jüdinnen und Juden sich gegen antisemitischen Terror zu wehr setzen. So verlautete es von Vertretern aller Politischen Strömungen, man solle sich wieder mit der islamistischen Mörderbande der Hamas an einen Tisch setzten und verhandeln. Dass jedoch mit einer Gruppe wie der Hamas nicht zu verhandeln ist, zeigt schon ihr einzig erklärter Wille, Israel von der Landkarte zu streichen und die „Juden wieder ins Meer zu treiben“. Der Hamas geht es nicht darum, eine bessere Situation für die palästinensische Bevölkerung auszuhandeln oder einen eigenen Staat neben Israel zu gründen, was der arabischen Bevölkerung Palästinas schon mehrfach angeboten wurde, sondern lediglich um eine vollständige Vernichtung Israels und die Errichtung eines islamistischen Gottesstaat auf dessen Boden, in dem Homosexuelle, selbstbewusste Frauen, „Ungläubige“ und alle anderen Menschen, die nicht ins Muster der islamischen Umma passen, nichts zu lachen haben.

Barak ist – Antifaschist!
Israel , welches als einziger westlich orientierter Staat im nahen Osten eben diesen einen halbwegs sicheren Schutzraum gewährt, erfüllt aber zusätzlich noch eine viel wesentlichere Rolle in seiner Staatsräson, nämlich den, zur Not auch militanten, Schutz für alle vom Antisemitismus verfolgten. So stellt Israel die einzige direkte, logische und notwendige Konsequenz aus dem antisemitischen Vernichtungswahn der Deutschen, welcher in Auschwitz seinen Höhepunkt fand, dar und hat bis heute nicht an seinem Existensrecht und seiner Notwendigkeit in Anbetracht des weltweit nicht nur anhaltenden sondern wachsenden (mehr…)